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Allgemeines

Die Protestantische Kirche in Eisenberg wurde 1900 eingeweiht.

Sie gilt als „monumentaler Ausdruck protestantischen Selbstbewusstseins im wilhelminischen Deutschland“. Seit dieser Zeit ist sie Mittelpunkt der Kirchengemeinde in Eisenberg.

Zu ihr gehören die Orte Eisenberg, Steinborn und Stauf mit insgesamt ca. 4 000 Gemeindegliedern. Zurzeit arbeiten Pfrn. Luise Burmeister und Pfr. Karl-Ludwig Hauth in der Gemeinde.

Zur Geschichte - früheste Zeugnisse

Die frühesten Zeugnisse des Christentums in Eisenberg gehen in die Zeit der Römer zurück. 1919 wurde bei Ausgrabungen einer kleinen militärischen Anlage der Eisenberger Brotstempel gefunden. Er diente zur Prägungen von Abendmahlsbrot. Er zeigt neben dem Christusmonogramm X-P (Chi-Ro) auf den Kanten des Steines eine Inschrift: AD PANEM PINGERE - UTERE FELIX (in Deutsch: "Auf das Brot zu drücken - gebrauche es glücklich")

 

 

Zur Geschichte - Gorgoniuskirche

Voraussichtlich stand schon im frühen 8. Jahrhundert an der gleichen Stelle wie heute eine Gorgoniuskirche in Eisenberg.

1555 traten die Grafen v. Stauf zum evangelischen Glauben über. Die gesamte Bevölkerung (bis auf 4 Familien) wechselte darauf ebenfalls die Konfession.

 

 

 

Zur Geschichte - St. Matthäus 1687-1898

Der Gorgoniuskirche folgte die spätromanische St. Matthäuskirche, die 1898 abgerissen wurde. Grundrisse und Aufrisszeichnungen dieser Kirche sind noch vorhanden. Seit 1687 diente sie als Simultaneum beiden Konfessionen.

 

 

 

 

 

 

Zur Geschichte - Kruzifix

Aus dieser Zeit stammt wohl auch das Kruzifix , das seit alters her über dem Chorbogen hing. Der holzgeschnitzte Christuskorpus betont das körperliche Leiden des Erlösers, die Arme sind spindeldürr und abgezehrt, in der heutigen Farbfassung bedecken gemalte Blutspuren und Striemen über und über den Leib. Über den Künstler ist nichts bekannt; die Skulptur dürfte - der expressive Stil legt es nahe - im späten 15. Jahrhundert entstanden sein. Das Holzkreuz, schreibt Graf weiter, auf dem das Kruzifixus befestigt ist, wurde bei der Restaurierung auf die Zeit um 1800 datiert.

Zur Geschichte - Reformatorenbilder

Gemalt hat die beiden 139 cm x 107 cm großen Portraits der Reformatoren anlässlich der 300-Jahr-Feier der Reformation Johann Schlesinger. Er wurde 1768 in Ebertsheim geboren und gilt als Bildnis- und Stilleben-Maler. Johann Schlesinger starb am 18. Januar 1840.

Die Bilder zeigen die beiden Reformatoren Huldreych Zwingli (* 1484 ; † 1531), den  Reformator aus Zürich und den Reformator Martin Luther.(* 1483 ; † 1546).

Zur Geschichte - Prot. Kirche

1898 begann die Prot. Kirchengemeinde mit einem totalen Neubau. Als Architekt war der damals anerkannte Architekt Franz Schöberl aus Speyer ausgewählt worden.

 

Schöberl plante einen Kirchbau mit kreuzförmigem Grundriss. Der Turm steht auf der Ostseite neben dem Haupteingang und ist mit einem steil aufragenden Spitzhelm geschmückt.

 

Am 19. März 1899 wurde der Grundstein gelegt.

Am 14. Oktober 1900 wurde das neue Gotteshaus eingeweiht.

Die letzte große Sanierung der protestantischen Kirche fand in den Jahren von 1990 - 1999 statt. Insgesamt wurde die beträchtliche Summe von 2.030.000,-- DM aufgewendet.

Zur Geschichte - Innenraum

Der großflächige Innenraum bietet für fast 700 Menschen Platz.

Auffallend ist die Gestaltung des großen Chorfensters und des darunter befindlichen Presbyterstuhls mit seinen sieben spitzen Giebeln.

Der Steinaltar konzentriert die imposante Raumwirkung auf sich und korrespondiert mit der Kanzel.

 

1911 erhielt die Kirche eine Zentralheizung und 1914 eine elektrische Beleuchtung.

 

Aus dieser Zeit stammen auch  die kunstvoll gestalteten Kronleuchter, die Schmuckornamente aus den Fenstern und dem Geländer der Kanzel aufnehmen.

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